Seit zehn Jahren verbindet uns mit keur eine Zusammenarbeit, die einfach passt. Warum das so ist, erfahrt ihr im Gespräch, das Sibylle kürzlich mit den beiden «Atemkünstler» geführt hat.
Wie würdet ihr keur jemandem beschreiben, der euch noch nicht kennt? Und was hat euch bewegt, keur zu gründen?
keur ist unser Herzensprojekt. Wir schaffen besondere Erlebnisse, in denen Atem, Bewegung und Klang zusammenkommen und Menschen wieder stärker mit sich selbst und miteinander in Verbindung treten können. Dabei verbinden wir altes Wissen mit moderner Wissenschaft und übersetzen beides in einen zeitgemässen, sicheren und zugänglichen Ansatz.
Der Ursprung von keur liegt in der Weite und Stille der kalifornischen Wüste. Dort ist in uns der Wunsch gewachsen, Räume zu schaffen, die berühren und nachhaltig etwas verändern. Zurück in der Schweiz haben wir diese Vision weiterentwickelt und mit unseren eigenen Wurzeln verbunden. Der Name keur ist vom französischen Wort «cœur» Herz, inspiriert. Genau darum geht es uns: Erfahrungen zu kreieren, die das Herz berühren und lange nachwirken.
Was bedeutet für euch persönlich ein guter Start in den Tag beziehungsweise ein guter Abschluss des Tages?
Ein guter Start in den Tag muss für uns nicht kompliziert sein. Es bedeutet vor allem, nicht sofort im Aussen zu sein. Ein paar bewusste Atemzüge, Bewegung, ein Moment der Ruhe und ein gemeinsames Frühstück geben uns eine ganz andere Basis für den Tag.
Am Abend versuchen wir, bewusst herunterzufahren und den Tag nicht mit Arbeit oder am Bildschirm zu beenden. Seit wir Eltern sind, sind kleine Rituale noch wichtiger geworden. Es geht weniger darum, eine perfekte Routine einzuhalten, sondern vielmehr darum, immer wieder kleine Momente von Präsenz und Verbindung zu schaffen.
Was habt ihr durch eure Arbeit über Energie, Regeneration und nachhaltige Performance gelernt, das euch auch im eigenen Alltag begleitet?
Wir haben gelernt, dass nachhaltige Performance nicht dadurch entsteht, dass wir permanent mehr leisten. Sie entsteht durch den bewussten Wechsel zwischen Aktivität und Regeneration. Unser Nervensystem braucht beides: die Fähigkeit, Energie zu mobilisieren, aber auch die Fähigkeit, wieder loszulassen und in die Ruhe zu finden.
Der Atem ist dabei eines unserer kraftvollsten Werkzeuge. Er begleitet uns immer und gibt uns die Möglichkeit, unseren Zustand unmittelbar zu beeinflussen, uns zu aktivieren, zu fokussieren oder zu regulieren. Wirkliche Leistungsfähigkeit bedeutet für uns deshalb nicht, ständig auf höchstem Niveau zu funktionieren, sondern die eigene Energie gut wahrzunehmen und langfristig damit umgehen zu können. Mehr über die wissenschaftlich fundierte keur Methode


Seit den Anfängen von keur begleiten wir euch mit unseren Granola-Portionen. Erinnert ihr euch noch an eure erste Begegnung mit The Tiny Factory und was verbindet ihr heute mit unserer Zusammenarbeit?
Wir erinnern uns vor allem an das Gefühl: Es hat von Anfang an gepasst. Eure Granola Portionen haben schon unsere frühen keur Erlebnisse begleitet und sind inzwischen fast zu einem festen Ritual geworden. Für viele Teilnehmende ist es dieser kleine Genussmoment nach einer intensiven Erfahrung, wieder anzukommen, sich auszutauschen und gemeinsam etwas Gutes zu essen.
Heute verbinden wir mit The Tiny Factory nicht nur unglaublich feines Granola, sondern auch sehr viel Herzlichkeit, Verlässlichkeit und Liebe zum Detail. Es fühlt sich schön an, über so viele Jahre gemeinsam gewachsen zu sein und dabei dieselben Werte zu teilen.
Wo seht ihr die grösste Gemeinsamkeit zwischen keur und The Tiny Factory?
In der Sorgfalt und der Überzeugung, dass Qualität in den Details entsteht. Bei The Tiny Factory wird mit ausgewählten biologischen Zutaten, viel Handarbeit und einem hohen Anspruch an Qualität gearbeitet. Bei keur kuratieren wir unsere Inhalte, Orte und Partnerschaften ebenso bewusst.
Uns verbindet ausserdem der Wunsch, aus etwas vermeintlich Alltäglichem einen besonderen Moment zu machen: aus einem Granola einen kleinen Glücksmoment und aus einem Atemzug eine Erfahrung, die etwas verändern kann. Beide Marken sind persönlich, mit viel Herz aufgebaut und fest in Zürich verwurzelt.
Was gibt euch im Alltag Energie und was bringt euch runter?
Energie geben uns unsere kleine Tochter, Zeit in der Natur, Reisen, Bewegung, inspirierende Begegnungen, Musik und natürlich unsere Arbeit mit Menschen. Auch wenn unsere Arbeit intensiv sein kann, schenkt sie uns unglaublich viel zurück.
Runter bringen uns bewusste Atemübungen, Yoga, Spaziergänge, Zeit am See, am Meer oder in den Bergen und ruhige Momente als Familie. Manchmal ist es aber auch ganz einfach: gemeinsam kochen, gut essen, Musik hören und für einen Moment nichts leisten müssen.
Ihr seid Businesspartner, Paar und Eltern. Wie gut könnt ihr zusammenarbeiten und wo endet bei euch der Businessmodus?
Wir können sehr gut zusammenarbeiten, weil wir uns in unseren Stärken ergänzen und eine gemeinsame Vision haben. Gleichzeitig sind wir beide leidenschaftlich und haben klare Vorstellungen, natürlich sind wir deshalb nicht immer sofort derselben Meinung. Bei uns ist nicht immer alles harmonisch oder perfekt. Aber wir lernen immer besser, offen miteinander zu kommunizieren, uns zuzuhören und auch schwierige Momente als Möglichkeit zu sehen, gemeinsam zu wachsen.
Ehrlich gesagt endet der Businessmodus bei uns nicht immer zu einer klar definierten Zeit. Es ist ein «work in progress». keur ist unser gemeinsames Herzensprojekt und deshalb eng mit unserem Leben verbunden. Seit wir Eltern sind, hilft uns unsere Tochter jedoch sehr dabei, ganz im Moment anzukommen. Mit ihr werden aus Businesspartnern sehr schnell einfach Mama und Papa. Wir versuchen immer bewusster, Räume zu schaffen, in denen keur auch einmal Pause hat und wir nur als Paar und Familie zusammen sind. Auch das gelingt uns nicht immer, aber wir lernen stetig dazu und wachsen gemeinsam daran.


Breathwork wird teilweise noch als esoterisch oder «woo woo» gesehen. Was ist das grösste Vorurteil, das ihr gerne aus der Welt schaffen würdet?
Das grösste Vorurteil ist wahrscheinlich, dass Breathwork nur etwas Spirituelles oder Esoterisches sei. Dabei ist der Atem eine unserer grundlegendsten körperlichen Funktionen und steht in direkter Verbindung mit unserem Nervensystem, unserem Stresslevel, unserer Herz-Kreislauf-Funktion und unserem emotionalen Zustand.
Breathwork darf sich tief, emotional und auch magisch anfühlen, aber es muss deshalb nicht unwissenschaftlich sein. Für uns schliessen sich Wissenschaft und Spiritualität nicht aus. Genau diese Brücke ist ein wichtiger Teil von keur. Wir arbeiten mit wissenschaftlich fundierten Techniken, Forschungsinstitutionen sowie Menschen aus Medizin und Leistungssport zusammen und schaffen gleichzeitig Raum für persönliche Erfahrungen, Emotionen und Verbindung.
Man muss nicht an Breathwork glauben. Man muss nur atmen und bereit sein, den eigenen Atem einmal wirklich bewusst zu erleben.


In den Bilder: Manuela, Matthias und Thom. Location: On Headquater Zürich
Besuche keur
Gewinnspiel: wir verlosen zwei Tickets für THE BREATH Session am 19. Oktober bei On.
Schreibe uns bis zum 10. Oktober 26 in einem Satz, warum du dahin gehörst. :)

