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Artikel: Tiny Family Laura Schälchli

Tiny Family Laura Schälchli

Tiny Family Laura Schälchli

Ein Interview mit der Mitgründerin der Schokoladenmanufaktur laflor

Laura in ihrer Schokoladenmanufaktur im DasProvisorium, den ehemaligen Produktionsräumen der Bäckerei Walter Buchmann.

Laura und mich verbinden viele gemeinsame Werte, insbesondere legen wir beide grosses Gewicht auf ethisch vertretbare Kulinarik. Zudem teilen wir eine herzliche Freundschaft, das Zusammenschmelzen unserer beider Produkte lag also auf der Hand. ☺︎ 

Nun habe ich die Gelegenheit endlich genutzt und Laura ein bisschen in ihrer Welt beobachtet und befragt.

Also liebe Laura, wie ist die Idee für laflor entstanden und wie hat alles angefangen?

Laura: Dank Biodiversität haben wir Aromavielfalt — und in unserer Schweizer Schokoladenwelt fehlte uns (also Zelia Zadra, Ivo Müller, Heini Schwarzenbach und mir) dies. 2014 hatten wir die Idee, hier in der Stadt charaktervolle Schokolade herzustellen. Eine transparente Schokoladenmanufaktur, die für alle zugänglich ist und Single Origin Schokoladen produziert. Inzwischen arbeiten wir mit Kakao von fünf Partnerbetrieben aus Kolumbien, Ecuador, Brasilien und Venezuela.

Wie sucht ihr eigentlich neue Kakao-Produzenten aus?

Diese wurden uns teils empfohlen, teils haben wir sie an Messen kennengelernt. Durch Besuche vor Ort und viele Kakaobohnen-Tests haben wir Beziehungen mit unseren Kakaoproduzenten aufgebaut. Und Ivo’s Vater betreibt mit seiner Partnerin die Fazenda Vera Cruz in Brasilien — Familien-Kakao sozusagen.

Magst du für uns nochmal zusammenfassen, was du vor laflor beruflich gemacht hast?

Nach dem Masterstudium der Gastronomischen Wissenschaften in Bra (Italien) habe ich mit Kleinproduzenten und Gastronomen sowie mit Slow Food Youth gearbeitet und Sobre Mesa gegründet. Sobre Mesa ist das Zürcher Kompetenzzentrum für Esskultur. Unsere Tätigkeitsfelder sind kulinarische Kurse, Dinner-Events und Esskultur-Beratungen. Ich möchte bei all meiner Arbeit Feines auf den Teller und Konsumenten näher an die Produzenten bringen.

Was ist deine ganz persönliche Lieblingsaufgabe in der Schokoladenproduktion?

Ich liebe die täglichen Herausforderungen, den Kontakt mit unseren Kunden und Produzenten und besonders auch die Arbeit mit dem Team. Eine Lieblingsaufgabe habe ich nicht, ich mag’s, wenn es jeden Tag anders ist.

Wenn’s doch mal holprig wird, was hilft dir dabei, knifflige Momente bei deiner Arbeit zu meistern?

Ich halte an unserer Vision fest. Ich versuche eine Vogelperspektive einzunehmen und die Situation ‘von oben’ anzuschauen. Ausserdem sind wir ein Team und sobald ich nicht weiter weiss, hole ich mir Unterstützung von meinen Geschäftspartner:innen, von Mitarbeiter:innen oder von externen Personen.

Welchen Gedanken würdest du allen Gründerinnen und Gründern für die Anfänge Ihres Unternehmens mit auf den Weg geben?

Oh, darüber könnte ich jetzt ewig sprechen. Erstens: Sei dir bewusst, was um dich herum gemacht wird. Zweitens: Getrau dich, anders zu sein. Und drittens: Bau dir ein Netzwerk auf, das dich unterstützt.

Du bist tagein, tagaus von Schokolade umgeben. Wäre Schokolade trotzdem noch deine erste Wahl bei dem Griff in die Snackschublade?

Abends und am Wochenende mag ich nichts Süsses mehr essen, sondern habe viel mehr Lust auf gut gereiften Alpkäse. Meine Snackschublade enthält also eigentlich immer Käse (am liebsten von Tritt Käse), Salzmandeln, gute Oliven und Sardellen. Während der Arbeit essen wir ständig Schokolade, unsere eigene und auch viele andere Schokoladen von tollen Produzenten. Ich kann übrigens den neuen Schwarzenbach Schokoladenladen in der Altstadt sehr empfehlen! 

Du bist Inahberin einer Schokoladenmanufaktur — es könnte nicht romantischer klingen. Ist es das auch?

Ja, ich liebe und lebe laflor. Ich bin sehr stolz auf unser Team und auf alles, was wir bis jetzt erreicht haben und noch erreichen werden. Und wenn es mir nicht so gut geht, esse ich ein (oder einfach auch mehr) Stück Schokolade — das hilft immer!

 

Beim Schwimmen schöpft die Unternehmerin neue Energie. Mit Sibylle in der Züricher Utoquai Badi.

Was sind deine Energiequellen für den turbulenten Alltag als Unternehmerin?

Ich habe lange gebraucht, um zu realisieren, welches meine persönlichen Energiequellen sind. Besonders viel Kraft tanke ich, wenn ich etwas mit mir selbst unternehme. Kunst inspiriert mich sehr, sowie gute Lebensmittel von tollen Produzenten, kreatives Essen oder Sport wie Schwimmen, Tennis und Boxen. Jedoch teile ich auch sehr gerne Momente mit Menschen — es ist immer noch eine Herausforderung, die richtige Balance dabei zu finden.

Was ist der beste Ratschlag deines Vaters?

Finde die Arbeit, bei der du dich am Sonntagabend freust, dass morgen Montag ist. 

Und was ist der beste Ratschlag, den dir deine Mutter gegeben hat?

Meine Mutter hat mir vorgelebt, dass ‘unterstützen anstatt erwarten’ eine tolle Lebenseinstellung ist.

Laura mit Mami Annabella am Zürcher Bürkliplatzmarkt 

Wie geniesst du dein Tiny Factory Granola am liebsten?

Da ich fast nie Milch oder Joghurt zuhause habe, esse ich es einfach so — als Frühstücks-Snack. Das mag ich sehr.

Für dich ist The Tiny Factory in drei Stichworten: 

Perfektion, Balance und Qualität.

Ein ‘Tiny-Granola-Fan’ der ersten Stunde. Laura nascht es bei der Arbeit auch pur. 

Mehr Infos über laflor findet ihr unter laflor.ch

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